Katzen

Besonders im Spätsommer und im Herbst können Katzen von Herbstgrasmilben (Trombicula autumnalis) befallen werden. Die Milbe ist besonders in Obstgärten und in der Nähe von kalkhaltigem Gestein beheimatet, in der Regel auf Wiesen und an Waldrändern. Die Larven der Tiere sitzen dabei auf Grashalmen und befallen die Wirtstiere, wenn diese durchs Gras streifen. Katzen sind besonders tagsüber und bei warmem, trockenem Wetter und Temperaturen um 16 Grad Celsius gefährdet. Übermäßige Behaarung des Tieres ist für die Grasmilbe wenig attraktiv, stattdessen sucht sie sich Stellen, an denen die Haut des Tieres gut zu erreichen ist. Besonders betroffen sind bei Katzen daher meist Ohrmuscheln, die unmittelbare Umgebung der Ohren, die Schläfen und der Bereich zwischen den Zehen der Tiere. Auch die Innenschenkel und Ellenbogen können betroffen sein.

Juckreiz und allergische Reaktionen

Grasmilben bei Katzen bekämpfen

Grasmilben bei Katzen können anhand der Symptome rechtzeitig erkannt werden.
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Die Larven der Herbstgrasmilbe heften sich an die Haut der Katzen und fressen dort für mehrere Stunden oder auch einige Tage. Dabei scheiden sie über ihren Speichel eine Flüssigkeit aus, die über kleine Verletzungen in die Haut der Katze vordringt und dort aufgelöst wird. So löst sie Nährstoffe aus den Hautschichten des Tieres heraus. Die Milbe saugt dann aufgelöstes Hautgewebe, Blut und Lymphflüssigkeit.
Das sorgt bei der Katze für einen starken Juckreiz. Häufig führt dies dazu, dass sich das betroffene Tiere stark kratzt oder leckt. In der Folge können verkrustete oder wunde Stellen auf der Haut des Tieres sichtbar sein. Manche Katzen reagieren auch allergisch auf den Speichel der Larven.

Wenn die Katze in den Sommermonaten plötzlich starken Juckreiz zeigt, ist ein Befall mit Herbstgrasmilben-Larven wahrscheinlich. Es gibt jedoch auch noch andere mögliche Erklärungen, etwa der Befall mit anderen Ektoparasiten und Allergien. Die Herbstgrasmilben-Larven sind orangefarben und durch ihre geringe Größe von etwa 0,3 Millimetern nur schwer zu erkennen. Häufig kann der Befall mit Herbstgrasmilben festgestellt werden, indem die Katze über einem weißen Tuch gekämmt wird. Die orangefarbenen Larven fallen herab und sind sichtbar. Es ist jedoch auch denkbar, dass sich das Tier die Larven bereits weggeleckt hat und diese nicht mehr unmittelbar zu sehen sind. Ein Tierarzt stellt die sichere Diagnose. Unter Umständen ist dafür eine Untersuchung unter dem Mikroskop nötig.

Prophylaxe ist schwierig

Wenn die Katze von Milben befallen ist, wird sie medikamentös gegen die Parasiten behandelt. Meist sind auch Spot-On-Präparate gegen Flöhe sehr wirksam gegen Herbstgrasmilben. Die Medikamente werden meist in den Nacken des Tieres oder auf dessen Fell aufgetragen.

Manche Produkte wirken dabei über einen längeren Zeitraum, bei anderen ist ein neuer Befall mit Herbstgrasmilben unmittelbar wieder möglich. Auch prophylaktisch können entsprechende Mittel gegeben werden. Falls die Katze sich während des Befalls blutig kratzt, kann unter Umständen eine Halskrause zum Schutz erforderlich sein. Der Juckreiz als allergische Reaktion bleibt meist auch noch einige Zeit nach dem Befall mit Herbstgrasmilben bestehen.