Pferde

Auch Pferde werden häufig von Herbstgrasmilben befallen. Wenn es im Spätsommer kühler wird, finden sich die ersten Larven der Milben auf Wiesen und am Waldrand sowie in der Nähe von Gewässern. Ideale Witterungsverhältnisse herrschen bei Trockenheit, Sonne und etwa 16 Grad Celsius. Besonders zwischen Juli und Oktober sind Pferde und andere Tiere gefährdet. Die Herbstgrasmilben legen ihre Eier auf Grashalmen ab, dort schlüpfen dann die Larven und gehen auf geeignete Wirtstiere über.

Vor allem Tiere in Weidehaltung sind gefährdet

Grasmilben bei Pferden bekämpfen

Grasmilben bei Pferden können anhand der Symptome rechtzeitig erkannt werden.
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Dies ist vor allem für Pferde, die auf Weiden gehalten werden, ein Problem. Die Larven gehen auf die Pferde über und beißen sich in deren Haut fest. Indem sie die Haut der Wirtstiere leicht einritzen, ernähren sie sich mehrere Stunden bis hin zu mehreren Tagen lang von Hautzellen, Lymphe und manchmal auch dem Blut der Tiere. Die unteren Hautschichten werden dabei durch ein Speichelsekret aufgelöst, welches die Larven in die Haut der betroffenen Tiere injizieren. Wenn sie auf diese Weise genügend Nährstoffe aufgenommen haben, lassen sich die Larven wieder zu Boden fallen. In ihrem weiteren Entwicklungsstadium befallen sie keine Tiere mehr.
Juckreiz und Kruste deutet in den Spätsommermonaten bis in den Herbst hinein auf einen Befall mit Herbstgrasmilben hin. Diese können entweder mit dem bloßen Auge entdeckt werden. Auffällig ist ihre orange Farbe. Auch ein Tierarzt kann die Diagnose im Zweifelsfall stellen.

Larven-Sekret sorgt für starken Juckreiz

Bei den betroffenen Tieren stellt sich als Reaktion auf das abgesonderte Sekret ein starker Juckreiz ein, manchmal kann es auch zu einer allergischen Reaktion kommen. Betroffene Tiere kratzen sich häufig, was zu offenen Wunden und verkrusteten Stellen führen kann. Auch Pusteln können sich einstellen. Betroffen sind meist besonders die Fesselbeuge und der Beinbereich, der Fesselkopf und der Bereich von Maul und Nüstern.

Es gibt verschiedene Therapiemöglichkeiten beim Befall mit Herbstgrasmilben. So können Insektizide angewendet werden, um die Larven abzutöten. Auch können betroffene Stellen mit pflanzlichen Mitteln wie Apfelessig und Salzwasser abgewaschen werden. Darüber hinaus müssen die betroffenen Stellen gepflegt werden, um die geschädigte Haut der Pferde vor Infektionen zu schützen. Desinfizierende Salben sind hier empfehlenswert. Diese lindern außerdem den Juckreiz. Zunächst sollten die Bereiche gründlich gewaschen werden, anschließend sollte die Haut vor dem Auftragen der Cremes trocken werden.

Bakteriellen Entzündungen gezielt vorbeugen

Das Tier juckt sich meist noch einige Zeit nach dem Befall. Durch das ständige Kratzen können sich bakterielle Entzündungen einstellen, denen durch richtige Pflege vorgebeugt werden kann.

Eine Prophylaxe gegen den Befall mit Herbstgrasmilben ist bei Pferden mit Vitamin B Präperaten, welche über das Futter aufgenommen werden, möglich. . Eine weitere Möglichkeit ist es, besonders gefährdete Hautstellen vorbeugend mit Fliegenspray oder Gel zu behandeln.